Die Zukunft der Kirchegemeinde Graupa-Liebethal
Dazu gehört auch, dass in unserem Kirchenbezirk zwei Pfarrstellen zukünftig wegfallen. Der entsprechende Beschluss der Kirchenbezirkssynode wurde übrigens mit einer Gegenstimme getroffen. Gestrichen werden im Kirchgemeindebund Nördliche Sächsische Schweiz die 2. Pfarrstelle von Neustadt – wirksam zum 31.12.2024 - und im Kirchgemeindebund Oberelbe-Pirna die Pfarrstelle von Graupa-Liebethal. Dabei gibt es für unsere Kirchgemeinde noch einen Aufschub von anderthalb Jahren, der damit zusammenhängt, dass der jetzige Stelleninhaber (Pfarrer Burkhard Nitzsche) noch bis zum Erreichen seines vollen Ruhestandsalters Dienst tun darf.
Über diese Tatsache hat der Kirchenvorstand (KV) die Kirchgemeinde bei der Kirchgemeindeversammlung am 03.11.2024 erstmals offiziell informiert. Die Gemeindeglieder sollten diese Nachricht nicht zuerst aus der Zeitung oder aus dem Gemeindebrief erfahren, sondern die Möglichkeit haben, dazu unmittelbar mit dem Kirchenvorstand (KV) ins Gespräch zu treten.
Der KV hat sich mit dieser Tatsache bereits auf seiner Klausurtagung am 21.02.2024 beschäftigt, die Situation analysiert und nach Wegen für die Kirchgemeinde Graupa-Liebethal gesucht. Im April ist dazu ein Positionspapier entstanden, dessen Inhalt und Folgerungen wir allen Kirchvorstehern des Kirchgemeindebundes Oberelbe am 06.09.2024 unterbreitet haben, denn der Wegfall der Pfarrstelle in Graupa-Liebethal (3. Pfarrstelle des Kirchgemeindebundes) hat natürlich Auswirkungen auf den Dienst in den verbleibenden 4,5 Pfarrstellen sowie für alle Kirchgemeinden des Kirchgemeindebundes. Prinzipiell möchte der KV in der verbleibenden Zeit zwei Wege parallel beschreiten:
A) Der KV wendet sich an die Superintendentin sowie gegebenenfalls an die Landeskirche, um zu erfahren, was einer Gemeinde ohne eigenen Pfarrer seitens der Landeskirche angeboten werden kann (Finanzierung von Nicht-Pfarrern, wie Prädikanten, Diakonen, Verkündigungsmitarbeitern mit Ausbildung im freikirchlichen Bereich, Möglichkeiten der Unterstützung von entsprechenden Modellen wie „Pfarrer aus eigener Kraft“ über Stiftungen oder Fördervereine usw., andere Möglichkeiten, zumindest eine Teilstelle für die Gemeinde bereitzustellen).
B) Der KV möchte die Kirchgemeinde bestmöglich auf die Zeit ohne eigenen Pfarrer vorbereiten. Dazu ist das Positionspapier, das auf der Website der Kirchgemeinde veröffentlicht wird, eine erste Hilfestellung. Dort wird die Situation der Kirchgemeinde mit ihrem hohen Grad an ehrenamtlichem Engagement, ihren Potentialen, den einzelnen Gemeindekreisen beschrieben und zahlenmäßig hinterlegt.
Das im Gemeindebrief aufgeführte Positionspapier unserer Kirchgemeinde finden Sie hier. Oder auch als Download.